0

Il esto italiano segue

Einführung 

Meine Gedanken und Ideen schreibe ich aus Ascona, einem kleinen Ort Süden der Schweiz (Ticino) am Lago Maggiore, nahe der Grenze zu Italien. Ascona ist auch bekannt für seinen Hausberg, den Monte Verità, wo Anfang des 20. Jh. Philosophen, Wahrheitssucher und Künstler aus aller Welt sowie Flüchtige der  Weltkriege sich niederließen um eine alternative Lebensphilosophie zu leben, als Gegenpol zum aufkommenden Kapitalismus und den Katastrophen, die durch Kriege verursacht wurden. Eine grundlegende Bedeutung kam der philosophisch-spirituellen Lehre der Theosophie (von griechisch θεοσοφία theosophía „Göttliche Weisheit“) zu. Diese weist auf eine Dimension von zeitloser Wahrheit hin, die jenseits aller Veränderungen durch die Jahrtausende  die Menschheit begleitet hat, gleich einem verborgenen Strom, welcher dem inneren Wesen des Menschen jedoch  zugänglich ist (Helena P. Blavatsky, Gründerin der theosophischen Gesellschaft, 1875). 

Das milde Klima verbunden mit der speziellen Lage des Ortes Ascona am Lago Maggiore und am Fusse des Monte Verità inspirierten viele Menschen, so auch mich, der ich in dieser Gegend geboren bin.  

Situation in der Schweiz und im Kanton Tessin 

Der plötzliche Ausbruch eines Krieges oder dieser Welt-Krise zeigt wieder einmal, wie zerbrechlich unser Leben, unsere Welt ist, wie schnell sich etwas ändern kann, zum Guten wie zum Schlechten. Der Kanton Tessin war der erste und der von Covid-19 am stärksten betroffene Kanton der Schweiz. Im Zuge des wirtschaftlichen Lockdowns wurde auch das internationale Filmfestival von Locarno für dieses Jahr ausgesetzt, der grösste Event des Jahres im Tessin, das ich immer mit Enthusiasmus besuchte. Es wurde auch eine Quarantäne in Form von Kontaktsperren, Verbot von Versammlungen allgemeine Schutz-Empfehlungen erlassen, an welche sich die Menschen hielten. Als Folge wurde nun ein koordiniertes Exit-Prozedere aus den öffentlichen und wirtschaftlichen Beschränkungen in Kraft gesetzt .  

Herausforderungen an die Gesellschaft und persönliche Erkenntnisse 

 

Aus der Perspektive der sozialen Effekte der Wirtschaftskrise ist auffällig, neben dem leidvollen Tod vieler Menschen, dass sehr viele Menschen  ihren Arbeitsplatz verloren. Besorgniserregend ist auch die soziale Isolierung gerade älterer Menschen wichtig, welche unter  Vereinsamung leiden.

Durch persönliche Erfahrung in meiner Familie habe ich gelernt, wie wichtig menschliche Zuwendung in Krisenzeiten ist. Nachdem meine Grosseltern und Eltern, kürzlich – noch vor der Corona – Krise – plötzlich in die ewige Heimat berufen wurden, befand ich mich auf einmal in einer persönlichen Lebenskrise. Ich suchte Trost in einem in einem Retreat, um die Trauer zu verarbeiten.   

So begab ich mich für einige Zeit in die Stille, um mein Leben zu überdenken, zu meditieren, mich auf wesentliches zu konzentrieren, mich auf die Suche nach Essentiellem im Leben zu begeben, das Leben zu akzeptieren, wie es sich im Moment zeigt.  Die Einschränkungen, die mit der Covid-19 Krise kamen, haben mich deshalb persönlich – ausser natürlich beruflichen Einschränkungen – nicht stark getroffen. Ich hatte gelernt, mit dem Tod umzugehen, und dass es Zeiten im Leben gibt, welche grosse Herausforderungen an uns stellen, in Form von Krankheit, Verlust und Verzicht.  Erfahrungen, Inspirationen im Mittleren Osten, Sultanat Oman  Da ich bis vor kurzem über acht Jahre im Mittleren Osten in Sultanat Oman lebte und arbeitete,  beging ich auch regelmässig die Fastenzeit des Ramadan. Diese Zeit des Fastens und des Verzichtes empfand ich in den ersten Jahren als schwierig, doch mit der Zeit gewöhnte ich mich daran und ich lernte, dass durch Verzicht auf Annehmlichkeiten, verbunden mit dem Gebet, Besinnung (Salah صلاة sowie der heiligen Aufforderung des (Zakat الزكاة) Almosen geben, ärmere oder leidende  Menschen beschenken) eine Kraft und eine innere Stärke entsteht, sowie das Mitgefühl  stärkt. Daran erinnere ich mich während dieser Zeit der Quarantäne hier in der Schweiz.  Ich verbringe meine Zeit bewusst. Morgens stehe ich früh auf, betreibe Fitness/ Yoga an der frischen  Luft, und meditiere. Ich arbeite dann einige Stunden, oder bereite mich auf meine weitere berufliche Zukunft vor, die mich mit dem Mittleren Osten, Sultanat Oman, wie auch Dubai und anderen Ländern der Golfstaaten verbinden wird, wo ich viele liebe Freunde habe, sowie auch geschäftliche Kontakte.

In meiner beruflichen Arbeit als Jurist habe ich immer wieder gemerkt, wie wichtig es ist, die menschliche Psychologie zu verstehen, die auch sehr kulturabhängig ist. Persönliche Aktivitäten : Ich versuche, die Zeit während der Quarantäne bewusst und kreativ zu verbringen, ich unterhalte mich oft telefonisch oder via Skype mit Freunden, auch solchen, die ich seit langem nicht gesehen habe, oder korrespondiere via E-mail. Das bewusste Leben im Moment wahrzunehmen verbindet mich mit meiner inneren Essenz. Dabei helfen mir auch die täglichen Notizen in meinem Tagebuch, wo ich meine Gedanken aufschreibe, Visionen und Pläne, Lebensträume skizziere.  

Täglich unternehme ich Spaziergänge in der Natur, am See (Lago Maggiore), am Fluss (Maggia). Das Wasser hat für mich eine wichtige Bedeutung im Leben, ich fühle mich mit meiner Essenz, mit meinem inneren Bewusstsein verbunden, wenn ich auf die Weite des Sees (in Oman war es das Meer) blicke, oder dem Fluss des Wassers folge. Oft setze ich mich auch draußen auf meine Terrasse, trinke eine Tasse Kaffee oder Tee, und lausche dem Wind, wie er durch die Palmen und Bambusbäume weht. Atme den Duft der Kamelien und Azaleen, genieße bewusst einen kurzen, schönen Moment. Das mache aber ich auch, wenn ich viel Arbeit habe, und keine Corona-Krise da ist. Krise als Chance, die Kraft aus dem Verzicht, Grundwerte im Leben Ich denke, dass die Krise auch Chancen bietet, sein Leben bewusster zu führen, unser Konsumverhalten zu hinterfragen und sich bewusst zu werden, dass unser Leben aus wesentlich mehr besteht als der Oberfläche, die uns etwa die Werbung vorspiegelt. Wir lernen auch, solidarisch zu sein, uns gegenseitig zu helfen. Mitgefühl zu zeigen. Das Wesentliche im Leben zu entdecken. Wir werden uns bewusst, dass Verzicht möglich ist, nicht nur unter staatlich verordnetem Zwang. Durch Verzicht entsteht Leichtigkeit, wir werden uns vielleicht auch der alten, in allen Kulturen und Religionen verwurzelten Grundwerte (siehe etwa die Kardinaltugenden der griechischen Antike formuliert bei Aischylos um 467 AC, vermittelt durch die Bibel in den Aufzeichnungen über das Wirken Christi, im Hinduismus durch die Schriften der Bhagavad Gita, im Islam durch den heiligen Koran und die Hadit, im Buddhismus durch das Streben nach der Auflösung des materiellen Ego, etc.). Wobei alle diese grundlegenden Were letzlich aus der Liebe entstehen. Wir gewinnen die Möglichkeit, uns dieser Werte wieder bewusst zu werden: Fürsorge, Mässigung, Gerechtigkeit, Mut, gemeinsame Zwecke und Ideale wie die globale Gesundheit, Erhaltung der Umwelt über das Profitdenken zu stellen, Dankbarkeit, vertrauensvolle Hoffnung, die Schönheit zu sehen in den Dingen, die uns umgeben.  Wichtig finde ich auch den Humor, das Lachen, Lächeln nicht zu verlieren auch in schwierigen Situationen.  Leichtigkeit, Zugang zur inneren Essenz, FreundschaftWie komme ich in diesen Zustand der Leichtigkeit? Bei mir geschieht dies durch einfache tägliche Meditation und Wahrnehmung des Augenblicks, ich setzte mich auf einen Stein und sehe auf das Wasser, oder setze mich zuhause auf ein Kissen, zünde eine Kerze an, und tauche so in die Stille ein.  Im Christentum kennen wir dieses Gefühl etwa durch die Andacht und das Gebet, im Islam drückt es sich in der täglichen Gebetspraxis, einer der fünf Säulen des Islams, aus, im Taoismus wird die Praxis des Wu Wei gelebt (Weg der Mühelosigkeit, innere Freiheit und Leichtigkeit: Handeln durch Nicht-Handeln, Innere Ruhe als Grundlage der Bewegung (Laotse), im Zen-Buddhismus durch das Zazen, eine Meditationspraxis, Körper und Geist zur Ruhe zu bringen. Indem ich in Kontakt mit meiner inneren Essenz komme, fällt es mir leichter, Entscheidungen zu treffen, ins innere Gleichgewicht zu kommen, und so auch in der Lage zu sein, anderen Menschen auf ihrem Weg zur Seite zu stehen. Das ist gerade in dieser Zeit wichtig, in der Quarantäne, wo echte Freundschaft und Nächstenliebe wichtig sind. In einer Zeit des “Stillstandes”, des “Innehaltens” in der sonst herrschenden alltäglichen Hektik wird uns vielleicht bewusst, wie wichtig die Zeit ist, und wie wichtig es ist, sie weise zu nutzen. Zum Wohle unserer inneren und äußern Gesundheit, und zum Wohle der Menschheit und dem Schutz der Natur. 

 

Alessandro Gugolz 

Dr. Alessandro Gugolz, MLaw, Ascona, Schweiz, 5. Mai 2020 

Esperienze, attività e pensieri in tempo di quarantena   

Introduzione 

Scrivo i miei pensieri e le mie idee da Ascona, una villaggio nel sud della Svizzera (Canton Ticino; Svizzera Italiana) al Lago Maggiore, che confina con l’Italia. Ascona è conosciuta come destinazione turistica. La sua montagna locale porta il nome Monte Verità, perché all’inizio del 20. secolo filosofi, cercatori della verità da tutto il mondo e rifugiati delle guerre mondiali cercarono di vivere una filosofia di vita alternativa, come contrappunto al capitalismo emergente e alle catastrofi causate dalle guerre. L’insegnamento filosofico-spirituale della Teosofia (dal greco θεοσοφία – teosofia “saggezza divina”) era di fondamentale importanza. Ciò indica una dimensione di verità senza tempo che ha accompagnato l’umanità oltre ogni cambiamento nel corso dei millenni, come un flusso nascosto accessibile all’essere interiore dell’uomo (Helena P. Blavatsky, fondatrice della Società Teosofica, 1875).

Il clima mite combinato con la posizione speciale del luogo ha ispirato molte persone. Incluso me che sono nato e cresciuto in questa zona. 

Situazione in Svizzera, Ticino (Svizzera Italiana)  

L’improvviso scoppio di una guerra o questa crisi mondiale Covid-19 mostra ancora una volta quanto sia fragile la nostra vita, il nostro mondo, quanto velocemente qualcosa può cambiare, nel bene e nel male.

Il Canton Ticino è stato il primo e il più colpito cantone della Svizzera da Covid-19. Come parte del blocco economico, quest’anno è stato sospeso anche il festival internazionale del film di Locarno, il più grande evento dell’anno in Ticino, che ho visitato regolarmente con entusiasmo. È stata inoltre emessa una quarantena in tutta la Svizzera, blocchi di contatti, divieto di riunioni, raccomandazioni generali di protezione a cui le persone hanno aderito, che ora consente anche una procedura di uscita coordinata dalle restrizioni economiche. Dopo lo shutdown dell’economia svizzera al 16. aprile, e i primi rilassamenti al 27. aprile, e previsto che l’11 maggio riaprano i ristoranti, gli alberghi e negozi di beni di consumo come la moda, non alimentare, e i servizi non essenziali.

Sfide per la società – effetti sociali e personali 

Dal punto di vista umano, tante persone hanno perso lavoro. Hanno perso membri di famiglia. Penso anche particolarmente alle persone anziane che ora soffrono di solitudine. Attraverso l’esperienza personale nella mia famiglia, ho imparato l’importanza del valore della cura umana, anche in tempi senza il virus corona. Dopo che i miei nonni e genitori sono stati morti, prima della crisi di corona, ho cercato consolazione in un retreat (ritiro) per affrontare il dolore. Sono rimasto in silenzio per un po ‘di tempo per ripensare la mia vita, meditare, cercare e ritrovare gli elementi e valori essenziali nella mia vita, accettare la vita come si presenta nel momento proprio.  

La crisi Corona e scoppiata due mesi dopo. Le sanzioni che sono ora associate alla crisi di Covid-19 non mi hanno quindi colpito gravemente a livello personale, a parte ovviamente per le restrizioni professionali. Avevo imparato a gestire la morte e che ci sono momenti nella vita che ci pongono grandi sfide sotto forma di malattia, perdita e rinuncia. 

Esperienze e inspirazioni nel Medie Oriente, Sultanato di Oman 

Quando ho vissuto e lavorato in Medio Oriente (Sultanato dell’Oman, Dubai) otto anni fino a poco tempo fa, ho fatto l’esperienza della quaresima islamica del Ramadan, periodo del digiuno e della rinuncia, la stessa idea che abbiamo noi nel cristianesimo nel tempo della Passione, prima di Pasqua. L’ho trovato difficile i primi anni. Per un mese, anche la vita economica è ridotta al minimo.  Con tempo mi sono abituato e ho imparato che rinunciare ai confort, insieme alla preghiera (Salah, صلاة) e alla riflessione, nonché al sacro invito di (Zakat الزكاة) dare l’elemosina, fare regali alle persone sofferenti, fa sorgere una forza positiva interiore, e la compassione si rafforza. Vedo un effetto simile nel tempo della crisi attuale.

Attività personale 

Trascorro il tempo di quarantena coscientemente. Mi alzo presto la mattina, faccio fitness e yoga all’aria aperta, dopo una meditazione. Lavoro poi per alcune ore (home office) o mi preparo per il mio ulteriore futuro professionale, che mi collegherà al Medio Oriente, dove ho tanti amici e contatti. Nel mio lavoro professionale come avvocato, ho notato più volte quanto sia importante comprendere la psicologia del cliente caso per caso, che dipende anche dalla cultura, dalla religione e dalla tradizione.   

Rinunciare al richiamo del consumo  

Penso che la crisi offra opportunità di condurre le nostre vite in modo più consapevole, di mettere in discussione il nostro comportamento del consumo e di renderci conto che la nostra vita à costituita da molto più che la superficialità, trasmessa dai media, promozioni di beni di lusso ed altri divertimenti. Di vedere dietro il velo della nostra costruzione sociale della realtà.  Impariamo anche a mostrare solidarietà, ad aiutarci l’un l’altro, collaborare, mostrare compassione. Distinguere le cose utili fra le cosi inutili, avvicinandoci alla scoperta dell’essenziale nella nostra vita.  

Valori nella vita 

Attraverso la rinuncia sorge leggerezza, possiamo prendere coscienza dei valori di base, che diventano molto importante quando si affronta una crisi mondiale. Sono tramandati nella maggior parte delle culture (p.es. Grecia Antica, virtù cardinali, Aischylos, 467 A.C.) e nascono a la fine dall’amore. Come la compassione, il coraggio, il buon senso di giustizia, la moderazione, la creatività nella collaborazione per il buono, la gratitudine, la fedeltà, la speranza fiduciosa, la libertà di decidere, valutare il scopo di una cosa buona al di là del profitto personale, la capacità d’apprezzare la bellezza nelle cose che ci circonda. Vivere in armonia con l’essenza interiore. Inoltre, trovo anche importante mantenere il senso dell’umorismo, non perdere il sorriso, anche in situazioni difficili.  

Essenza interiore, leggerezza, amicizia  

Come posso entrare in questo stato di leggerezza, armonia con l’essenza interiore? Per me, una porta si apre attraverso il silenzio, come tra la semplice meditazione quotidiana, per dire la percezione del momento. Per esempio, spesso mi siedo su una pietra e guardo il lago, lo spazio dell’acqua, oppure mi siedo su un cuscino a casa, accendo una candela e mi immergo così nel silenzio, nello spazio. Nel Cristianesimo conosciamo questo sentimento attraverso la preghiera, anche nell’Islam si esprime nella pratica della preghiera quotidiana (uno dei cinque pilastri dell’Islam), nel Taoismo viene vissuta la pratica di Wu Wei (percorso di libertà interiore tra “l’azione nel non-agire, e non reagire”, l’inazione, la calma interiore come base del movimento (Laotse), e nel buddismo Zen attraverso lo Zazen, una pratica di meditazione per far riposare corpo e mente. 

Entrando in contatto con la mia essenza interiore, diventa più facile per me a prendere decisioni, trovare un equilibrio interiore ed essere in grado di aiutare altre persone sulla loro strada. Ciò è particolarmente importante in questo momento, in quarantena, dove penso che la vera amicizia e l’amore per il prossimo siano importanti. 

 

Dr. Alessandro Gugolz, MLaw, Ascona/ TI, Svizzera